innerärztliche solidarität

 


Der Verteilungskampf hat den ärztlichen Stand erheblich geschwächt. Wir müssen miterleben, wie niedergelassene Kollegen mit den Kliniken um ihre Existenz konkurrieren, Krankenhäuser mit Krankenkassen feilschen und sich die einzelnen Fachrichtungen um Zuständigkeiten und Patienten- zahlen streiten.

Der Verteilungskampf hat den ärztlichen Stand erheblich geschwächt.

Viele Jungmediziner erleben einen unbefriedigenden Berufseinstieg zwischen einer gewachsenen Kultur erstarkender Pflege und ritualisierter Hierarchien. Rückhalt war und ist von Seiten der Vorgesetzten selten zu erwarten. Ebenso wenig können Niedergelassene auf Beistand der Standesgremien hoffen, wenn unser Anspruch auf Vergütung geleisteter Arbeit im Rahmen eines immer undurchsichtiger werdenden Regresswesens verwehrt wird. Wir kennen das. Der Gegner sitzt auch in den eigenen Reihen und wird unerkannt wiedergewählt. Es stellt sich die Frage, wo unser politischer Wille bleibt - oder ist das der politische Wille?

Wir werden als Mitglieder der Kammerversammlung alle Vorstöße generischer Interessenvertreter dahingehend überprüfen, ob sie geeignet sind, den Verteilungskampf weiter anzustacheln.

Gemeinsam Stellung beziehen, anstatt sich gegeneinander aufwiegeln zu lassen.

Als liste-junge-aerzte.de sprechen wir uns in aller Deutlichkeit für die Pflege eines manierlichen Umgangs innerhalb der ärztlichen Hierarchie zur Verbesserung der Unternehmenskultur in Kliniken und Krankenhäusern aus.

Unser Standpunkt ist eindeutig und unverändert. Er besitzt heute mehr noch als vor vier Jahren Aktualität und Gültigkeit. Wir sind als junges hochmotiviertes Team mit sechs Listen angetreten, um mit Deiner stimmlichen Unterstützung die Ärzteschaft wieder zu einer starken und handlungsfähigen Berufsgruppe zusammenzuführen.

Unser Team aus engagierten Ärztinnen und Ärzten, die sowohl in der Praxis als auch in der Klinik arbeiten, steht für innerärztliche Solidarität.

Dr. med. Hermann Koebe